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Seefrosch

Am Teich



Seefrosch ( bis zu 30 Stück zählen wir an unserem Teich!)

aus Wikipedia

Seefrosch

Seefrosch (Rana ridibunda), jüngeres WeibchenSystematikKlasse:Amphibien / Lurche (Amphibia)Unterklasse:LissamphibiaOrdnung:Froschlurche (Anura)Unterordnung:Moderne Froschlurche
(Neobatrachia)Überfamilie:RanoideaFamilie:Echte Frösche (Ranidae)Gattung:Echte Frösche (Rana)Art:SeefroschWissenschaftlicher NameRana ridibundaPallas, 1771Der Seefrosch (Rana ridibunda) gehört innerhalb der Ordnung der Froschlurche zur Familie der Echten Frösche und ebenso zur Gattung der Echten Frösche. Außerdem wird er nach Aussehen, Lebensweise und Verwandtschaftsbeziehungen zur Wasserfroschgruppe gerechnet. Innerhalb dieses schwer zu überschauenden Komplexes gilt der Seefrosch zwar als Art – nicht, wie der Teichfrosch, als Hybride – aber der genaue taxonomische Status des Seefrosches ist trotzdem noch nicht abschließend geklärt. Möglicherweise muss die hier als Rana ridibunda behandelte Spezies noch in mehrere Arten aufgespalten werden.



Merkmale

Adulte
: Die Größe reicht von 10 bis zu 16 Zentimetern; Exemplare über 10 Zentimeter sind meistens Weibchen. Die Oberseite ist meist olivgrün oder olivbraun, seltener grasgrün, mit dunklen Flecken. Die wasserfroschtypische, grüne Rückenmittellinie ist meist vorhanden. Die Innenseiten der Oberschenkel sind weiß-grau und schwarz marmoriert (Gelbanteile fehlen normalerweise); die paarigen Schallblasen sind dunkelgrau. Der Körperbau ähnelt dem seiner Verwandten Kleiner Wasserfrosch und Teichfrosch mit allerdings anderen Proportionen. So sind die Hinterbeine bzw. Unterschenkel in Relation zum Rumpf sehr lang. Der Fersenhöcker ist klein und flach.
Die Männchen rufen „oäk, oäk“ (Revierruf) sowie laut und klangvoll „reck-keck-keck-keck-keck“ (Paarungsruf) in abgehackter Lautfolge, so dass es sich wie ein kräftiges Lachen anhört (wissenschaftlicher Name! – ridibunda = die/der Lachende). Alle Wasserfrösche rufen nachts und tags, dann vor allem bei Sonnenschein (April bis Juni).
Laich: Es werden Laichballen in ein Gewässer abgesetzt, die grundsätzlich deutlich kleiner sind als bei den Braunfröschen (vgl. Grasfrosch) und untergetaucht bleiben. Die Eier sind oberseits bräunlich, der untere Pol ist hellgelblich gefärbt. In Mitteleuropa ist der Laich meist zwischen Ende April und Ende Mai zu finden. Ein Laichballen enthält häufig „nur“ einige hundert Eier: Die Weibchen setzen aber mehrere Ballen nacheinander ab. Die Eianzahl liegt zwischen 5000 und 16.000 und der Eidurchmesser beträgt 1,5 bis zwei Millimeter.
Larven: Ältere Kaulquappen, mit grünlicher Grundfärbung und dunklem Fleckenmuster, fallen durch ungestüme Fluchtreaktionen auf. Die Gesamtlänge reicht von 40 bis 80 Millimeter. Eine Unterscheidung von anderen Wasserfroschquappen ist nicht sicher möglich.



Lebensraum und Verbreitung


natürlicher See in der Elbtalniederung
Der Seefrosch weist eine sehr enge Bindung an Gewässer auf. Selbst Jungtiere entfernen sich nur wenige Meter vom Gewässer. Seefrösche bevorzugen dabei größere, eutrophe Gewässer im Bereich der Flussauen, beispielsweise Seen, Altwässer, Altarme, Flutrinnen, ruhige Flussabschnitte, Bracks, größere Weiher und Baggerseen, manchmal auch Kanäle und breite Gräben. Eine reiche Wasser- und Ufervegetation ist dabei von Vorteil, jedoch sollte keine Beschattung durch Gehölze stattfinden. Dort sitzen die Tiere gerne an der Uferlinie und sonnen sich. Bei Gefahr und Störung springen sie sofort ins Wasser. Die Überwinterung erfolgt, anders als bei den meisten anderen Froschlurchen, vorwiegend aquatisch im Gewässersediment. Die Art ist daher auf sauerstoffreiche, selten ganz oder längerfristig zufrierende Gewässer angewiesen.
Die mutmaßliche „Sammelart Seefrosch“ ist vor allem mit mittleren und östlichen Europa sowie in Vorder- und Mittelasien verbreitet. Nach Westen hin löst sich ihr Areal in diskontinuierliche Teilbereiche auf, die sich auffällig mit den großen Flusslandschaften decken. Im nordwestdeutschen Tiefland sind Reinpopulationen des Seefrosches in Ostfriesland und der Wesermarsch bemerkenswert: Hier kommt neben Rana ridibunda keine andere Wasserfroschform vor. Ansonsten sind eher Mischpopulationen mit der Teichfrosch-Hybride üblich. Eine großräumige Verbreitungslücke ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern (Mecklenburgische Seenplatte!) ist auffällig.



Nahrung

Seefrösche ernähren sich von Insekten, Spinnen, Würmern und auch kannibalisch von kleineren Froschlurchen und Artgenossen sowie ihren Larven. Die Kaulquappen fressen (filtrieren) Kieselalgen, Grünalgen, Rädertierchen, tierische Einzeller, Detritus und ähnliches; später schaben sie auch weiche Wasserpflanzenteilchen ab. Bei älteren Exemplaren nimmt aber auch der Anteil tierischer Nahrung zu (etwa Kleinkrebse, Ringelwürmer). Ebenso kommt Laichkannibalismus vor.



Gefährdung und Schutz

Seefrösche sind wegen ihrer relativ stationären Lebensweise wohl weniger bedroht als viele andere Amphibienarten. Selbst in manchen Fischteichen (die allerdings zumindest röhrichtbewachsene Ufer haben sollten) können sie besser überleben als die anderen Lurche (mit Ausnahme der Erdkröte). Am Rand ihres Verbreitungsareals, also auch in Deutschland, scheint die Art allerdings oft keine so große ökologische Potenz zu haben wie im Zentrum der Verbreitung. Ausdruck dafür ist die starke Konzentration auf Flusstäler und Marschen, während weite Regionen dazwischen unbesiedelt sind.
Gesetzlicher SchutzstatusFlora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL): Anhang 5 (Art von gemeinschaftlichem Interesse) Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV): besonders geschützt Rote Liste-EinstufungenRote Liste Bundesrepublik Deutschland: 3 – gefährdet Rote Liste Österreichs: 3 – gefährdet Rote Liste der Schweiz: NE (nicht bewertet)

 

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